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Was macht Kai Wegner heute? Vom Spandauer Kiez ins Rote Rathaus

Als Regierender Bürgermeister treibt er Wohnungsbau, baut die Friedrichstraße um und bleibt eng mit Spandau verbunden – massive Ziele für 2026.

Von Matthias Wenniger | 5. März 2026
Was macht Kai Wegner heute? Vom Spandauer Kiez ins Rote Rathaus © Ulrich Ziegler

Stellen Sie sich vor, Kai Wegner spaziert durch die Baustellen Berlins, Helm auf dem Kopf, diskutiert mit Bauarbeitern über neue Wohnungen. Seit fast drei Jahren lenkt er als Regierender Bürgermeister die Schicksale der Hauptstadt und treibt unter anderem das Ende vom Behörden-Chaos in Spandau voran. Ein Mann, der aus Spandau kommt und nun das Rote Rathaus sein Zuhause nennt.

Heute, im Mai 2026, dreht sich sein Alltag um Beton, Budgets und Bürgergespräche. Wegner jagt ambitionierte Ziele: Tausende neue Wohnungen, eine aufgehübschte Friedrichstraße und direkte Nähe zu den Berlinern, alles, um die Stadt lebenswert zu halten.12

Was dich erwartet

Von Spandau ins Rote Rathaus

Kai Wegners Geschichte begann hier bei uns in Spandau, wo er 1995 als Bezirksverordneter startete. Ab 1998 war er stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender in Spandau, ab 2005 Kreisvorsitzender. Ein echter Spandauer, der die Sorgen der Menschen vor Ort kannte.

Der Weg führte über das Abgeordnetenhaus und den Bundestag zurück nach Berlin, wo er 2023 zum Regierenden Bürgermeister gewählt wurde. Seit dem 27. April 2023 führt er den Senat Wegner, eine CDU-SPD-Koalition, die stadtweite Projekte vorantreibt. Aus dem Lokalpolitiker wurde der Mann, der für ganz Berlin Verantwortung trägt.

In Spandau war er immer eng verbunden, etwa beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands, wo er kürzlich über sein Privatleben sprach. „Das geht in Berlin im Jahr 2024“, sagte er lachend zu seiner Beziehung mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. Ein Moment, der zeigt, wie nahbar er bleibt.3

Der Wohnungsbauboom unter Wegner

Was macht Kai Wegner heute? Er treibt den Wohnungsneubau mit Power voran. 2024 wurden 3276 Wohnungen von landeseigenen Firmen fertiggestellt, 2025 sind 4705 geplant, und 2026 sollen erstmals 6500 erreicht werden.

Mit dem Schneller-Bauen-Gesetz und 2,6 Milliarden Euro Investitionen im Haushalt 2025, davon 1,6 Milliarden für Neubau, beschleunigt er Genehmigungen. Wegner tourte mit Senatoren Gaebler und Bonde über Baustellen, etwa bei HOWOGE, und betonte: „Berlin braucht bezahlbare Wohnungen in allen Bezirken, für alle Bürger. Es muss weiter zügig gebaut werden, damit die Stadt bezahlbar und lebenswert bleibt.“4

Highlights: Rekordinvestitionen von 1,9 Milliarden Euro 2024, Prognosen für 7000 Einheiten 2026. Kritiker nennen ihn „Stadtverweser“, der den Niedergang verwaltet, doch Wegner zeigt sich zuversichtlich, die Zielzahlen für das kommende Jahr zu erreichen.5

Auf Tour durch die Bezirke, bald auch Spandau?

Monatlich geht Wegner „vor Ort“ in Berlins 12 Bezirke, hört Bürgern zu und beantwortet Fragen zu Alltagsproblemen. Videos der Dialoge sind online, und per E-Mail können Spandauer ihre Anliegen einreichen. Wegner betont, dass ihm der direkte Austausch mit den Berlinern wichtig sei.

In Spandau stand er schon früher für enge Verbindungen, doch ein konkreter Termin in der Reihe fehlt bisher 2025/2026. Die Reihe deckt alle Bezirke ab, also kommt er bald, vielleicht mit Fokus auf lokale Infrastruktur oder Wohnungsprojekte vor Ort.

Nebenbei meistert er den Haushalt 2025 mit Kürzungen, die polarisieren, und besucht Baustellen. Sein Büro? Das Rote Rathaus in Mitte, wo er Politik atmet. Sein privater Wohnort bleibt tabu.

Highlights und Herausforderungen

Am 17. November 2025 präsentierte Wegner im Roten Rathaus das Konzept für die Friedrichstraße: Ein moderner, sicherer Boulevard in Kooperation mit Anrainern. Die Umgestaltung könne nur gemeinsam mit Anrainern und Gewerbetreibenden gelingen, sagte er.

Persönlich hält er Privatsphäre: Familie oder Kinder? Kein Wort. Stattdessen öffnet er sich zu seiner Beziehung mit Günther-Wünsch, die er als „Expertin“ lobt. Kontroversen um Interessenkonflikte wehrt er ab, typisch Wegner, pragmatisch und direkt.

Weitere Auftritte: Lob für Bundes-Sondierungen, Forderungen gegen Propaganda bei der Berlinale. Sein Fokus bleibt stadtpolitisch, ohne Alben, Filme oder Nebenjobs.

Ausblick: Mehr Tempo für Berlin

Was kommt? Wegner setzt auf Wachstum: Mehr Wohnungen, bessere Infrastruktur, stabile Regierung. Abhängig vom Bundes-Bauturbo und trotz interner Debatten über gesenkte Ziele hält er Kurs.

Für Spandau bedeutet das: Bald ein Besuch, wo er lokale Themen wie Stadtentwicklung aufgreift. Kai Wegner, der Spandauer am Ruder, erzählt eine Erfolgsgeschichte von Beton zu Boulevard, und Berlin atmet auf. Bleiben Sie dran, der nächste Dialog könnte um die Ecke sein.

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Matthias Wenniger
Matthias Wenniger
Freier Journalist

Freiberuflicher Journalist, geboren und aufgewachsen in der Spandauer Neustadt. Nach Jahren bei verschiedenen Berliner Lokalredaktionen zog es ihn zurück in den Heimatbezirk. Schreibt am liebsten über Menschen, die Spandau prägen.

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Leserstimmen
Tanja H 6. März 2026, 11:52 Uhr

vielen dank für den beitrag, freut mich zu sehen dass berlin wieder mehr baut und der nachbarschaftsbezug nicht verloren geht.

Patrick T 5. März 2026, 19:57 Uhr

Interessanter Artikel. Kann jemand erklären wie konkret die neuen Wohnungen finanziert werden sollen und ob es dafür klare Zeitpläne gibt?

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