In Spandau leben 64,5 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund. Dieser Wert liegt über dem Berliner Durchschnitt von 56,3 %1.
Aktuelle Statistiken zu Spandau
Der Anteil der jungen Menschen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund in Spandau beträgt 64,5 %, im Vergleich zu 56,3 % in ganz Berlin. Diese Angabe stammt aus dem Monitoring Soziale Stadtentwicklung und wird im Jugendförderplan des Bezirks Spandau zitiert.
Der Migrationshintergrund umfasst hier Personen, bei denen mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt oder eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. Zusätzlich zeigen Daten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg, dass 55,3 % der Kinder in Berlin einen Migrationshintergrund haben, wobei 20,6 % eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen2.
Für Spandau insgesamt lebten Ende 2020 von 245.527 Einwohnern 42.839 Deutsche mit Migrationshintergrund (17 %) und 51.995 Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft (21 %)3. Ende 2024 wies der Bezirk Spandau 49.057 Deutsche mit Migrationshintergrund und 69.363 Ausländer aus, was einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmacht4.
In Schulen unterstreichen spezifische Werte die demografische Struktur: An der Wolfgang-Borchert-Schule in Spandau haben 66,2 % der Schüler einen Migrationshintergrund5.
Prognosen und demografische Entwicklung
Die Demografie der Jugend in Spandau und Berlin zeigt Trends, die auf die Bevölkerungsstruktur in 20 bis 30 Jahren hindeuten. Der Jugendförderplan prognostiziert für Spandau einen Anstieg der 6- bis 26-Jährigen von 52.815 im Jahr 2019 auf 59.714 im Jahr 2029, das sind 13 % Zuwachs.
In Berlin steigt die gleiche Gruppe um 9 % von 747.581 auf 815.372. Besonders stark wächst in Spandau die Altersgruppe der 10- bis 17-Jährigen um 21 %, gegenüber 17 % in Berlin. Die 6- bis 9-Jährigen nehmen um 25 % zu, im Vergleich zu 7 % berlinweit.
Eine ältere Prognose aus 2005/2006 deutet an, dass in Berlin bis 2026 schon jedes zweite Kind aus einer Migrantenfamilie stammen könnte, basierend auf Geburtenraten und Zuzug. Aktuell haben in Berlin 34 % der Erstklässler einen Migrationshintergrund, vor zehn Jahren waren es 20 %.
Vergleich mit anderen Berliner Bezirken
Spandau liegt bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund über dem Berliner Durchschnitt, zeigt aber regionale Unterschiede innerhalb des Bezirks. 32,5 % der unter 18-Jährigen in Spandau leben in Bedarfsgemeinschaften mit SGB-II-Leistungen, gegenüber 24 % in Berlin. In Spandau Mitte und Heerstraße überschreiten die Werte 40 %.
33,5 % der unter 15-Jährigen in Spandau leben in Armut, der zweithöchste Wert berlinweit. Bezirkliche Vergleiche zu SGB-II-Beziehern mit ausländischer Staatsangehörigkeit der Hauptperson (Dezember 2024) zeigen: In Mitte 36,5 % unter 18-Jährige, Friedrichshain-Kreuzberg 26,2 %, Pankow 13,2 % (unter 14-Jährige). Spandau wird in der Tabelle nicht detailliert, passt aber in den Kontext hoher Werte.
Ende 2024 hatten Neukölln und Mitte die höchsten absoluten Zahlen an Personen mit Migrationshintergrund, während Treptow-Köpenick die niedrigsten aufweist. Spandau rangiert mit 118.420 Personen (Deutsche mit Migrationshintergrund plus Ausländer) im oberen Mittelfeld.